Warum gibt es CASCO?

Wenn Mitarbeiter*innen von Trägern der Rehabilitation sowie öffentliche Institutionen an Schulungen zum Thema „Behinderungen“ teilnehmen, sind meistens keine Referent*innen mit Behinderungen vertreten. Mitunter wird er/sie nur als „Betroffener“ eingeladen, um aus seinem/ihrem Leben zu berichten. Ein Austausch auf fachlicher Augenhöhe findet so nicht statt. Eine wirkungsvolle Berücksichtigung der Belange behinderter Menschen kann nur dann erfolgen, wenn Expert*innen in eigener Sache auf dem jeweils erforderlichen fachlichen Niveau an Fort- und Weiterbildungen aktiv mitwirken.

Die Rehabilitationsträger und Träger der Behindertenhilfe haben in Aktionsplänen und Leitbildern verankert, die Selbstbestimmung behinderter Menschen zu fördern, sie aktiv einzubeziehen und damit einen Beitrag zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu leisten. Damit sie diese wichtigen Ziele erreichen können, braucht es mehr qualifizierte Expert*innen in eigener Sache als bisher zur Verfügung stehen. Mit einem fachlich anspruchsvollen Weiterbildungsangebot können Menschen mit Behinderungen angesprochen werden, die durch diese Zusatzqualifikation auch die eigenen Chancen auf berufliche Teilhabe stärken und festigen.

 

CASCO möchte daher, dass:

  • man nicht über Menschen mit Behinderungen, sondern mit ihnen spricht;
  • die eigene Erfahrung aus einem Leben mit Behinderungen sowohl als Kompetenz als auch als Rollenvorbild dient und
  • durch die eigene Betroffenheit wird nicht nur ein neues Verständnis von Behinderungen deutlich gemacht, sondern es auch nachvollzieh- und erlebbar wird.